Spielplatz-Werkstatt

Drei Tage rund um Rutschen, Graben, Klettern und Abseilen



Im Rahmen des Ferienkarusells 2011 gestalteten 7 bis 12-jährige Kinder ihre Spielplatzideen und lernen die Arbeit eines Landschaftsarchitekten kennen.

"Wie soll der tollste Spielplatz in Gießen aussehen?"

Mit dieser Frage hat die Gießener Jugendpflege Kinder zum diesjährigen Ferienkarussell in die Spielplatz- Werkstatt eingeladen. Der Hintergrund: Im Jahr 2014 kommt die 5. Hessische Landesgartenschau nach Gießen und dort soll ein neuer Spielplatz auf dem Gelände der Wieseckaue entstehen.

 

Spielplätze sind Orte für Kinder. Aber sehen sie tatsächlich so aus, wie Kinder sie gerne nutzen möchten? Wie müsste der Spielplatz sein, den sie richtig gut finden und was dürfte dort auf keinen Fall fehlen? Zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Christof Geskes - einem der Planer der Landesgartenschau - und den gärtnerpflichten (Ingke Günther, Jörg Wagner), die den Workshop kunstpädagogisch leiteten, haben 19 Kinderexperten über einen aufregenden Spielplatz nachgedacht und ihre Ideen zeichnerisch wie plastisch umgesetzt.

 

 


 

Phantasie an die Macht

Am Anfang stand das gemeinsame Erkunden des Ortes, das Kennenlernen des Experten und viele W-Fragen: Was finden wir zurzeit auf dem Spielplatz vor? Was kann man dort alles machen? Was fehlt bislang? Was ist eine Landesgartenschau und was macht eigentlich ein Landschaftsarchitekt? Nach kurzer Expedition an den Schwanenteich, genauem Umschauen auf dem vorhandenen Spielplatz und einem Interview mit Herrn Geskes hatten alle Kinder schon sehr konkrete Ideen und waren bei der anschließenden Umsetzung kaum zu bremsen.

 

 
 

Neue Ideen für große Aufgaben

Während sich die ersten zeichnerischen Entwürfe erwartungsgemäß noch eher an dem orientierten, was die Kinder bereits kannten, wurden die räumlichen Modelle freier. Die aus Schaumstoff und Alltagsmaterial gebauten Spielgeräte bildeten spontane Einfälle ab, entwickelten sich aus dem Umgang mit dem sehr flexiblen Material und zeigten die Kombination abwechslungsreicher Spielmöglichkeiten.

 

Insbesondere aufregende Kletter- und Rutschmöglichkeiten, Trampolin- und Seilbahnvariationen - alles oft in Kombination mit Wasser - standen hoch im Kurs.

 

Auf vorher bemalten großen Pappen schufen die Kinderexperten in Gruppen- oder Einzelarbeit weitläufige Spiellandschaften, die als Kulisse für echte Abenteuer taugen würden. Nicht ohne Stolz wurden diese mit Ende der Spielplatz-Werkstatt von den Kindern vor Eltern, Presse und Bürgermeisterin präsentiert.

 

 

Gießen hat Talent!

Abschließend dankte Christof Geskes den Nachwuchsspielplatzgestaltern für die bereichernden Eindrücke der drei Werkstatttage. Besonders habe ihn fasziniert, dass die jungen "Kollegen" häufig in Geschichten und erstaunlich räumlich denken. Der Workshop habe ihm gezeigt, dass sich die Kinder eine Landschaft wünschten, die möglichst vielfältige Spielmomente aufweise und Geräte anbiete, die unterschiedlich nutzbar seien. Diese Anregungen nehme er als Planer des neuen Spielplatzes in der Wieseckaue gerne mit nach Berlin.

 

 
 
 

Unser Lob gilt den Kinderexperten: Kai, Sven, Lucas, Amelie, Franziska, Mariya, Bati, Marie, Carlotta, Yannik, Risto, Iki, Franka, Silvan, Tizian, Giovanna, Lisa, Henri und Jan.

 

Die Spielplatz-Werkstatt kam zustande durch eine Kooperation von: Jugendpflege (Britta Heblich, Kerstin Held, Peter Mohr), Landesgartenschau Gießen 2014 GmbH, Büro Landesgartenschau, geskes.hack Landschaftsarchitekten (Christof Geskes) und gärtnerpflichten (Ingke Günther, Jörg Wagner)

 

Ort: Spielplatz in der Wieseckaue und Aula der Theodor-Litt-Schule