Ideen-Workshop zum neuen Skate-Park

Setzt mit Eurem Input neue Akzente!

Die LGS hat alle eingeladen, teilzunehmen und Ideen einzubringen, damit ein Skate-Park entstehen kann, der in Gießen und Umgebung seines Gleichen sucht. 100 aktive Sportler folgten der Einladung und engagierten sich lebhaft.

Attraktiver Skate-Park ist Ergebnis des Dialogs mit Experten aus der Skaterzene

Die Planung größerer Skateparks ist heutzutage kein einfaches Aneinanderreihen von Elementen, sondern vielmehr eine intensive Gemeinschaftsarbeit von Landschaftsarchitekten und Fachplanern. Doch damit hat man noch nicht alle Beteiligten "an Bord". Entscheidend für die nachhaltige Nutzung ist Eure Mitwirkung sowie die Beteiligung der lokalen Skateboard- und BMX-Szene.

Die effektivste Beteiligungsform ist hierbei ein Planungsworkshop mit Euch.

In zwei moderierten Workshops, zum neuen Skate-Park in der Wieseckaue, wurden Ideen und Wünsche von den Jugendlichen gesammelt. Es gab viele eigene Vorstellungen und Wünsche der Skater und Biker. Mit den Wünschen der lokalen Szene im Gepäck, haben die Planer eine Skate Plaza mit Transition Elementen konzipiert, die in einem 2. Termin vorgestellt und diskutiert wurden.

 
 

Neue Skate-Anlage - Eure Ideen sind gefragt!

"Halfpipe, Ramp, Pool, Skate-Plaza...? Wie soll die neue Skate-Anlage in der Wieseckaue zur Landesgartenschau aussehen?

 

Um diese Frage zu klären hat die Landesgartenschau einen Ideen-Workshop veranstaltet. Neben dem zuständigen Landschaftsarchitekten Christof Geskes war Ingo Naschold anwesend, um die heimischen Skater bei der Ideenfindung zu beraten. Mit Ingo Naschold dem Ex-Skate-Profi, Skateparkbauer und aktuell verantwortlich für die COS (Club of Skate), konnte für das Projekt kaum ein besserer Kenner der Szene gewonnen werden.

 

Im Workshop hatten Gießens Skater, Inlinefahrer und BMXer die Möglichkeit, erste Gedanken zu der neuen Anlage auszutauschen, die pünktlich zur Landesgartenschau fertiggestellt sein soll.

 
 

450 heimische Sportler

Bevor Ingo Naschold, der zwölf Jahre lang Profiskater war und seit sechs Jahren ein Planungsbüro für Skater betreibt, mit den Skatern in die Diskussion und Ideenfindung einstieg, wurden ermittelt, dass sich die insgesamt rund 450 betroffenen Sportler in Gießen zu 70 Prozent in Skater, 20 Prozent in BMXer und 10 Prozent in Inliner aufteilen.

Trotz der unterschiedlichen Ansprüche, herrschte Einigkeit darüber, dass in der Planung ein Interessenausgleich der verschiedenen Nutzergruppen angestrebt werden soll. Grundsätzlich entschied man sich für die Gestaltung einer Plaza, in der viele Elemente von BMX und Skateboard optimal verbunden werden.

 
 
 

"Carlsbad Gap, Ledges, Curbs und Rails"

Gemeinsam mit den Teilnehmern wurden Wünsche gesammelt, die auf dem insgesamt 1.200 Quadratmeter großen Areal entstehen sollen. Nach längerer Diskussion stand fest, dass der neue Skate- Park vielfältige Herausforderungen an die Fahrkünste der Fahrer stellen soll, aber auch für Einsteiger geeignet sein soll. Gemeinsam mit den Teilnehmern wurden Wünsche gesammelt, die den Planern als Grundlage für die weitere Planung der Skate-Anlage in der Wieseckaue dienen. Von Anfang an gesetzt wurden: Rails, Ledges, Handraisl und Curbs in verschiedenen Höhen. Ganz oben auf der Wunschliste standen darüber hinaus Picknicktable, Treppen und "Carlsbad Gap" - eine besondere Treppenvariante. 

 
 
 
 

2. Planungsworkshop

Individuell und anspruchsvoll

Skateboarden ist ein Sport, der sich ständig weiterentwickelt. Deshalb orientiert sich der neue
Skate-Park in der Wieseckaue am aktuellen Stand.

Mit den Skateexperten an einem Tisch

Um für die Gießener Skater eine möglichst interessante Anlage zu bauen, arbeiten die LGS GmbH und die verantwortlichen Landschaftsarchitekten mit Experten aus der örtlichen Skaterszene zusammen.

Nachdem im vergangenen Herbst im Workshop die Ideen und Wünsche der aktiven Skater gesammelt wurden, die den Landschaftsarchitekten geskes.hack und dem Ex-Skate-Profi Ingo Naschold, als Grundlage für die Planung der Skate-Anlage in der Wieseckaue dienten, konnte im 2. Skate-Workshop ein erster Entwurf präsentiert werden.

 

Urbaner Streetstyle in der Wieseckaue

Die Beteiligten waren begeistert von dem ersten Entwurf, den Ingo Naschold vorstellte und sprachen sich dafür aus, den Entwurf beizubehalten. Im letzten Jahr gab es viele eigene Vorstellungen sowie natürlich unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse der Skater und Biker, die von Ingo Naschold optimal aufgegriffen wurden. In der Wieseckaue soll ein Skate-Park mit Elementen des urbanen Streetstyle gestaltet werden. Die Anordnung der einzelnen Elemente wie Banks (Schrägen), Hausdach, Treppenstufen mit Geländer und Curbs (Sitzblocksteine) in verschiedenen Längen und Anordnungen, sind so gewählt, dass sie sich in einer "Linie" fahren lassen. So muss der Nutzer nicht vom Board absteigen, um die nächste Fahrlinie aufzunehmen. Schließlich ist beim Skateboarden nicht nur der einzelne Trick entscheidend, sondern die spezielle Anordnung für einen Flow (Fahrfluss) von mehreren Tricks hintereinander. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass Skateboarder und BMXer andere Ansprüche haben.

 
 

Skateboarden in Gießen wird vielfältiger

Im Anschluss an die Präsentation hatten die Teilnehmer die Möglichkeit Ihr Feedback einbringen.

Lediglich kleine Änderungs- bzw. Ergänzungswünsche wurden eingebracht und unter den Teilnehmern diskutiert. Dabei ging es vor allem darum, manche Obstacles (Hindernisse) so anzupassen, dass auch die Inline-Skater und die BMX-Fahrer diese Elemente besser nutzen können.

Am Ende der Veranstaltung wurden alle Wünsche gemeinsam abgewogen. "Die Änderungswünsche werden wir jetzt prüfen und soweit möglich in das Konzept einarbeiten." so die Verantwortlichen. "Danach wird zeitnah eine europaweite Ausschreibung erfolgen." Der Bau der Skate-Anlage wird voraussichtlich im Herbst 2012 beginnen.