Die Wieseckaue - so bunt kann Grün sein

Wieseckaue

Grün trifft Wissenschaft - Ein Park als Labor

Gießens Reichtum an Grünflächen, Parks und Gärten war schon in der Vergangenheit ein Kennzeichen der Stadt und brachte ihr die historisch gewachsene Bezeichnung „Gartenstadt“ ein. Mit der Wieseckaue offenbart die Stadt ihren grünen Charakter schon im unmittelbaren Zentrum. Noch zu Beginn der 90er Jahre wurde der Slogan „Universitäts-, Kongress- und Gartenstadt“ verwendet, bevor er durch die schlichtere Bezeichnung „Universitätsstadt“ abgelöst wurde.

 

In Gießen üben die angewandten Wissenschaften einen besonders prägenden Einfluss auf den Charakter der Stadt aus. Weltbekannte Forscher wie Justus Liebig oder Conrad Röntgen waren hier tätig. Die Hochschulen sind auch nach wie vor die wichtigsten Identitätsträger der Stadt. Darüber hinaus bekannt sind die einzigartigen Wissenschaftsmuseen „Mathematikum“ und „Liebigmuseum“ sowie die traditionsreichen Lehr- und Versuchsgärten, etwa der alte Botanische Garten oder der „Akademische Forstgarten“.

 

Der Entwurf für die Erneuerung des Stadtparks Wieseckaue basiert auf der Idee, die räumlich gute Parkstruktur von Prof. Günther Grzimek aus dem Jahr 1965 konzeptionell durch das Thema „Wissenschafts-Gärten“ weiter zu entwickeln. In der Synthese entsteht ein neuartiger „Wissenschafts-Volkspark“, der die in der Stadt verwurzelte Tradition des Lernens und der Wissensvermittlung spielerisch kombiniert mit den klassischen Aufgaben eines Volksparks. Sport-, Spiel- und Freizeitangebote werden in ein ganzheitliches Naturerlebnis eingebettet.

 

Entwurfsplan Wieseckaue

 

Foyers

Als Park für alle öffnet sich die Wieseckaue zur Stadt – und bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten: Markante Eingänge, Freiflächen und Wege gliedern die Parklandschaft und sorgen für Orientierung. Der Besucher soll künftig an klar erkennbaren Eingängen empfangen und eingeladen werden zu Sport und Bewegung im Park.

 

Wissenschaftsachse

Die Wissenschaftsachse bildet die zentrale Erschließungsachse aus der Innenstadt bis zur Brücke über den Neuen Teich. Hier entstehen die Wissenschaftsgärten, die Raum geben für spannende Erkenntnisse. Die Gärten wachsen zu neuen Dimensionen und laden Sie ein, zum Entdecker zu werden. Denn nichts ist spannender als die Wirklichkeit!

 

Quellgarten

Der zweite Zugang entsteht in Höhe der Kleingärten. Der Senkgarten wird sich in eine Bühne verwandeln, auf der die Akteure die Pflanzen sind. Er ist ein Raum voller Kontraste zwischen der strengen rechteckigen Form und einer bunten Pflanzenvielfalt. In England waren Senkgärten vor gut 100 Jahren en vogue und setzten Duftpflanzen und Raritäten wirkungsvoll in Szene. Danach verschwanden sie lange Zeit aus der Gartengestaltung.
In Gießen werden Sie die Möglichkeit haben, die Besonderheit eines solchen Gartens zu entdecken, Sie werden spüren, dass Sie allein durch die leichte Absenkung des Gartens Raum und Zeit vergessen.

 

Orte der Begegnung

So einladend und vielfältig wie die Entrées, so offen und zugänglich werden alle Orte im Park gestaltet. Ob am Westufer des Schwanenteichs, wo eine Plaza den Besucher empfangen soll, oder die Holzstege, auf denen man das Bruchwäldchen erkunden kann, der Rundweg um den See, der immer wieder neue Aussichten verspricht und durch die Sichtachsen und gestalteten Wege Orientierung bietet - überall sind die Menschen eingeladen zu Begegnung und Bewegung. Gastronomie sorgt für Geselligkeit im Freien. Und großzügig gestaltete Plätze und Wiesen schaffen Ruhezonen zum Verweilen und Entspannen.

 
 

Auwäldchen

Verschlungene Holzstege und markante Ruhe- und Beobachtungspunkte schaffen im urwaldähnlichen Auwald einen einzigartigen Ort des Naturerlebens. Sie sind Erlebnisraum und Informationsorte zugleich. Das Thema der Wissenschafts-Gärten kommt auch hier wieder zum Tragen.

 

Faszination des Wassers

Begeben Sie sich auf einen Streifzug durch das nasse Element. Das Charakteristische dieses 35 Hektar großen Parks ist die ruhige, naturhafte Parkmitte mit dem fast 6,4 Hektar großen Neuen Teich im Zentrum. Weiträumigkeit und Kleinteiligkeit, hell und dunkel, der Bachlauf der Wieseck sowie der Schwanenteich kennzeichnen darüber hinaus das Parkinnere.

Gewässer und Uferbereiche üben seit jeher eine Anziehungskraft auf Menschen aus. Der Teich gliedert sich grob in den großen Neuen Teich mit der Halbinsel und einen kleineren, südlich gelegenen Teich. Der stark gegliederte See verbindet sich harmonisch mit der jeweilig ihn umgebenden Landschaft. Die teils dicht von Röhricht gesäumten Uferzonen, von denen man heute kaum noch glaubt, dass sie einst von Gartenarchitekten geplant und von Landschaftsgärtnern gestaltet wurden sind wichtige Rückzugs- und Brutgebiete für seltene Tierarten.

 

Spiel das Wissen schafft

Die freien Wiesenflächen in der Wieseckaue bieten eine Menge Platz zum Herumtoben und Spielen. Spaß und Abenteuer sind garantiert auf den drei Themenspielplätzen in der Wieseckaue. Ein großes Spiellabor ist Lernort zum Toben und Entdecken und bietet spielerischen Raum für Tüftler. Auch die Kleineren müssen sich nicht mit Rutsche und Schaukel zufrieden geben, für Sie bietet  „Little Einstein“ eine aufregende Spiellandschaft und der Wasserspielplatz begeistert nicht nur Kinder und Jugendliche.

Für Jugendliche wird Fun und Action geboten im neuen Skate-Park. Geh an Deine Grenzen in der Youth Area und teste Bowls und Skate-Runs.

Aber auch die Eltern können sich spielerisch bewegen im neuen Outdoor-Sportpark oder die Geselligkeit beim Boule neu entdecken.

 

Ein Park für alle, für Freizeit und Bewegung mitten in der Stadt – das ist die Grundidee der Wieseckaue, Gießens größter öffentlicher Grünanlage. In der Wieseckaue finden alle zueinander und kommen gemeinsam in Bewegung.
Hier findet jeder sein Tempo und seinen Rhythmus.