Die Lahnaue ist der eintrittsfreie Bereich der Landesgartenschau. Hier präsentiert sich ein stadtnaher Freizeit- und Erholungsraum, der für Spaziergänger, Radler und Wassersportler ein Anziehungspunkt ist. Die Lahn ist unter den deutschen Flüssen der beliebteste Wasserwanderweg mit einer durchwegs guten Wasserqualität.
Im Zuge der Landesgartenschau rückt der Fluss wieder näher an die Stadt heran. Im zentralen Bereich an der Sachsenhäuser Brücke entsteht ein neuer Stadteingang. Attraktion sind die „Mühlengärten“, die rund um die Brücke zum Verweilen einladen. Ein neuer Spielplatz wird auch für die Kleinen das Thema „Wasser“ erlebbar machen.
Unweit davon, auf der Mühlenhalbinsel, lässt sich sogar regelrecht in den Fluss eintauchen. Hier befindet sich das „Lahnfenster“, eine Fischaufstiegshilfe mit Besucherraum zur Beobachtung der Unterwasserwelt. Ausgestattet mit zwei großen Beobachtungsfenstern und einer Beleuchtungsanlage lassen sich mit ein wenig Glück wandernde Fische wie Forellen und Barsche, aber auch Flusskrebse beobachten.
An beiden Ufern der Lahn locken vielfältige gastronomische Angebote mit Biergartenatmosphäre und Blick auf das Wasser – Entspannung pur nach einem anstrengenden Tag. Auch als Veranstaltungsort ist die Lahn beliebt – von der traditionellen Pfingst-Regatta bis zum Sommer-Event mit Feuerwerk „Schlammbeisers Lahnlust“. Mit der ironisch-liebevollen Bezeichnung „Schlammbeiser“ bezeichnen sich gebürtige Gießener gern selbst.
Die Lahnaue - neue Ufer in Sicht

Leitmotive einer Inszenierung
Leben mit dem Fluss
Kein Zweifel: Gießen hat eine starke Beziehung zur Lahn und zum Wasser. Nicht umsonst trägt die Stadt das Wasser im Namen. Das älteste historische Fundstück aus der Innenstadt ist ein Einbaum, stolze 7,90 Meter lang, aus dem Jahre 791, der 2004 bei den Bauarbeiten gefunden wurde. Nach fast siebenjähriger Restauration ist der Einbaum nun wieder im Rathaus zu bewundern. Historisch entstanden ist die Stadt übrigens aus einer Wasserburg.
Mit der Landesgartenschau verfolgt die Stadt Gießen an der Lahn auch städtebauliche Ziele. Der Rahmenplan, der vom Berliner Landschaftsarchitekturbüro „a24_landschaft“ erstellt und von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde, bildet die Leitlinie für die Bauleitplanung der kommenden Jahrzehnte. Die Flussufer sollen Schritt für Schritt den Menschen wieder erreichbar gemacht und so mancher städtebaulicher Wildwuchs beseitigt werden.
Einzelne Maßnahmen werden schon bis 2014 realisiert: Etwa der Bau der dritten Lahnbrücke, die eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Weststadt und Nordstadt ermöglichen wird. Der Durchstich durch den Bahndamm in Höhe der Dammstraße wird das Flussufer wieder näher an die Innenstadt bringen. Damit es nicht länger heißt, Gießen liege an der Bahn und nicht an der Lahn!
Den Rahmenplan der Lahnaue finden Sie hier!
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