Der Stadtkirchenturm auf dem Kirchenplatz ist das älteste erhaltene Gemäuer der Stadt (1520). Die Stadtkirche im Stil des Klassizismus (1821) wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Heute ist der Turm Wahrzeichen Gießens.
Die Stadt möchte gemeinsam mit den Bürgern den Platz um dieses Wahrzeichen dauerhaft aufwerten!
Kirchenplatz

Stadtraum gestern und heute
ENTDECKEN, ERKENNEN, HANDELN
Die (planerischen) Phantasien von Stadt
Die beiden größten innerstädtischen Freiräume, die Wieseck- und die Lahnaue sind die beiden zentralen Schauplätze der Landesgartenschau. Eine attraktive Verknüpfung der beiden Bereiche untereinander soll durch drei Korridore erreicht werden, den Wieseckkorridor, den Innenstadt- und den Nordstadtkorridor. Entlang dieser Korridore werden die Besucher der Landesgartenschau, überwiegend zu Fuß, von der Wieseckaue in die Lahnaue gelenkt werden.
Der Glockenturm behauptet sich bis heute
Gießen ist eine ehrliche Haut. Die Narben, die Krieg und baulicher Zeitgeist der Stadt beigebracht haben, trägt sie offen. Ihre Schönheit liegt ihn den Details. Umso wichtiger sind die erhaltenen Gebäude sowie ihre Einbettung in das Stadtbild für die Stadt heute.
Die Aufwertung und Verbesserung der Nutzbarkeit des Kirchenplatzes sowie die Umgestaltung der Schloßgasse sind seit Beginn der Planungen zur Landesgartenschau zentrale Bestandteile des Innenstadtkorridors. Dabei muss insbesondere der Kirchenplatz den Anforderungen als zentraler innenstädtischer Veranstaltungsplatz gerecht werden. Die angrenzende Schloßgasse soll dagegen zuallererst in gestalterischer Hinsicht verbessert werden. Hierzu wurde ein Gutachterverfahren von der Stadt Gießen durchgeführt, in den Ergebnisse eines Bürgerworkshops eingeflossen sind.
Gutachterverfahren
Die Etappen:
Im Februar 2011 wurde zunächst ein Bürgerworkshop durchgeführt, um Vorschläge von Bürgern zur Neugestaltung zusammeln.
Im November 2011 beauftragte die Stadt drei Landschaftsarchitekten aus Gießen und Umgebung, in einem Gutachterverfahren für beide Bereiche unter Berücksichtigung der Ideen aus dem Bürgerworkshop, Entwurfsvorschläge zu erstellen.
Ende Januar 2012 entschied ein Auswahl-Gremium aus
- | Vertretern des Magistrats, |
- | Vertretern der Stadtverwaltung, |
- | Vertretern der evangelischen Kirchengemeinden und |
- | Vertretern des BID Marktquartier, |
die Planung des Büro Köhler Landschaftsarchitekten (Fernwald-Annerod) zur weiteren Bearbeitung vorzuschlagen, nachdem die drei beauftragten Büros ihre Planungen vorgestellt hatten.
Am 1. März 2012 wurden bei einer Informationsveranstaltung Bürgervorschläge zur ausgewählten Planung gesammelt. Diese fließen in den Abwägungsprozess zur Konkretisierung der Planung ein.
Das Ziel:
Ziel der Maßnahme ist eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Kirchenplatz, die den Ort zum Kommunikationsraum und zur Begegnungsstätte machen.
Der Platz wird bewusst freigehalten von Einbauten, ist funktionell nicht vorbestimmt und erlaubt vielfältige Möglichkeiten der Bespielung und Inszenierung. Der Kirchenplatz bildet das historische Zentrum der Stadt Gießen und soll in der Funktion als Erinnerungsort an die Geschichte Gießens und seine ehemalige Stadtkirche gestärkt werden.


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